SGD
Schützengesellschaft Dörflingen SGD

SG Dörflingen am Eidg. Schützenfest

Veröffentlicht am Mittwoch 03 August 2005 01:46:01 von Webmaster (823 mal gelesen)
Saisonhöhepunkt brachte gute Ergebnisse

Obwohl die Saison 2005 im Frühjahr nicht in allen Teilen zur vollen Zufriedenheit verlief, starteten 33 SGD-ler voller Zuversicht am 4. Juli 2005 ins Abenteuer „Eidgenössisches“. Um an diesem nur alle fünf Jahre stattfindenden schiesssportlichen Höhepunkt möglichst optimal abzuschneiden, war nichts dem Zufall überlassen worden: Zweimaliges Training pro Woche, Überprüfung des Materials und der Augen durch beigezogene Spezialisten usw. Allein, das Wetter und damit ein weiterer wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Wettkampf lassen sich nicht planen. Und genau dieses präsentierte sich am Hauptschiesstag der Dörflinger als äusserst schwierig. Hitze, Wind, Gewitter und damit verbundener Dunst gaben sich um Stundentakt die Hand. Trotz oder vielleicht gerade wegen diesen schwierigen Rahmenbedingungen wurde um jeden Punkt (mit Ausnahme der Schnellfeuerschützen) verbissen gefightet. Das Resultat lässt sich durchaus sehen, wobei die meisten Topergebnisse an späteren Schiessdaten erzielt wurden.
Im Sektionswettkampf der 2. Kategorie wurden der Goldlorbeer sowie ein Rang in den besten zwanzig Vereinen der Schweiz angestrebt. Mit 92.914 Punkten wurde das erste Ziel locker erreicht, mit dem resultierenden 65. Platz (von total 430 Sektionen in dieser Kategorie) die Spitzeklassierung jedoch ebenso deutlich verpasst. Für den 20. Rang wäre ein um knapp einen Punkt besserer Durchschnitt nötig gewesen. Immerhin bedeuten diese knapp 93 Pte. das zweithöchste Ergebnis aller Schaffhauser Vereine. Geschlagen wurden wir nur sehr knapp von den Standschützen Neuhausen, welche allerdings in der 4. Kategorie teilnahmen und wesentlich weniger Pflichtresultate zu zählne hatten. Deutlich unter den Erwartungen blieben im Sektionsstich dabei vor allem drei „Cracks“ aus der ersten Gruppe. Godi Bossert, Peter Keller und Christian Risch sen. verpassten – trotz Kranzresultaten – ihr Potential deutlich. Überragend dagegen die 100 Pte. (Maximum und 1. Rang von 43'224 Teilnehmern) durch Christian Risch jun. und die 99 Pte. von Franz Bärtsch (22. Rang).

Christian Risch jun. doppelte im Schnellstich mit dem Maximum von 60 Pte. (und Fr. 80.—fürs lädierte Portemonnaie) gleich nach. Ein weiteres Maximumresultat gelang Peter Keller mit 80 Pte. im Stich Thurgau.

Im Gruppenwettkampf belegte die 1. Gruppe in der Kat. A den 154., die 2. Gruppe den 338. Rang bei 609 Startern. In der Kat. D mit den Sturmgewehren belegte die Dörflinger Gruppe Rang 1058 von 1310 Teilnehmern.

Ganz beachtlich schlugen sich unsere vier Senioren: Ernst Klarer schoss wie einst im Mai den vierfachen Kranz. Erhard Stockmann verschenkte keinen Stich und erreichte die dreifache, Franz Bärtsch (mit der Meisterschaft) die fünffache und Hans Sigg, der sich schon das ganze Jahr einer blendenden Form erfreut, sogar die sechsfache Auszeichnung.

Etwas harziger kämpften die erfolgsverwöhnten Jüngsten. Sie mussten erfahren, dass die Trauben an einem Eidgenössischen wesentlich höher hängen als an einer Chlöpftete im eigenen Stand oder dem kantonalen Jugendschiessen. Mit einer Ausnahme erreichten aber auch sie alle mindestens eine Auszeichnung und damit den verdienten Lohn für den grossen Trainingsaufwand.

Die älteren Junioren trumpften hingegen auch im Nachwuchswettkampf gross auf. Christian Risch jun. belegte mit 99 Pte. – punktgleich mit dem Sieger und nur aufgrund dem schlechteren Schuss in der Hunderterwertung (!) – den 4., Marco Marugg mit 97 Pte. den 12. Rang von 244 Teilnehmern mit dem Standardgewehr. Bei den Sturmgewehren schoss Kurt Schlagenhauf mit 89 Pte. das Höchstergebnis und belegte damit den 408. Platz von 4930 Startern.

Ausgeglichen und ohne Ausrutscher nach oben oder unten absolvierten die Sturmgewehr Routiniers ihre Programme. Dank intensivem Spezialtraining kämpfte sich Vigi Aeschlimann aus dem Formtief vom Mai und Juni und schoss wie Peter Aeschlimann den Vierfachen. Übertrumpft wurden sie noch von Kläus Schwizer, der den fünffachen Kranz erreichte.

Die Wagenheberfraktion war vertreten durch Fähnrich Töm Fuchs, welcher nach Anlaufschwierigkeiten und trotz minimalster Vorbereitung die dreifache Auszeichnung schoss und sich ernsthaft den Erwerb eines Ringkorns für seine Museumswaffe überlegt. Marco Volpon gelang schon im ersten Stich der angestrebte Kranz, die restlichen drei Stiche waren dann eine Angelegenheit von fünf Minuten, bumm, bumm bumm und ab in die Beiz.

Fünf Dörflinger versuchten sich in der Zweistellungsmeisterschaft, alle schossen locker und ohne Zittern das Kranzresultat. Speziell zu erwähnen sind die 541 Pte. von Marco Marugg und dies in seinem ersten richtigen Match. Christian Risch jun. erzielte 556 Pte., Christian Risch sen. 538 Pte. (ohne jegliches Training), Rico Blanz 532 und Franz Bärtsch 530 Pte.

In seiner Spezialdisziplin, dem Nachdoppel, wo es so richtig um die Kohle geht, schoss Christian Risch 1482 Ringe oder 98.8 im Durchschnitt der 15 besten Schüsse, was zum 13. Rang bei 2737 TeilnehmerInnen reichte.

Auch am traditionellen Wettkampf der Kantone, dem Ständematch zum Abschluss des Eidgenössischen war die SG Dörflingen in der Schaffhauser Auswahl gleich doppelt vertreten. Rico Blanz startete im Dreistellungsmatch und erreichte mit 522 Pte. ein ansprechendes Resultat, die SH Gruppe erreichte den 18. Rang bei 22 teilnehmenden Kantonen. Christian Risch jun. qualifizierte sich für den Zweistellungsmatch, wo er 560 Pte. schoss. Nach dem ausgezeichneten Liegendteil mit lediglich 6 Verlustpunkten in 30 Schüssen eine zu geringe Ausbeute. Die Gruppe klassierte sich auf dem 17. Rang von 25 Teilnehmern.

Die detaillierten Resultate aller Dörflinger sind einsehbar auf unserer Website www.sgdoerflingen.ch, diejenigen vom Eidgenössischen unter www.shoot.ch.

Fazit: Auch wenn der angestrebte Sektionsrang nicht ganz erreicht wurde, kann die SG Dörflingen mit ihrer Vorstellung zufrieden sein. Dank hervorragenden Einzelresultaten wurde der ausgezeichnete Ruf unseres Vereins in der Schützenwelt weiter gefestigt. Schade, dass dies nicht überall anerkannt wird, sind doch die Vereine die besten Botschafter für den Bekanntheitsgrad einer Gemeinde.

Die Organisation in Frauenfeld lief perfekt, die Wartezeiten waren minimal, die Funktionäre freundlich und kompetent. Der 10 Minuten Rangeur entpuppte sich allerdings als Flop, er ist für die Standardgewehrschützen schlicht und ergreifend zu kurz und hat mit der sportlichen Konzentration auf einen Wettkampf wenig bis gar nichts zu tun, sondern besitzt grosse Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Schaffhauser Industrieschiessen. Schade ist sicher auch, dass für den Nachwuchs kein Ausstich durchgeführt wird. Dies wäre mit wenig Zusatzaufwand möglich gewesen. Bei der 20 Punkte Zuschlagsregel für die Dreistellungsschützen, also auch die Halbprofis der Nationalmannschaft, hat der ambitionierte Breitensportler nur sehr limitierte Chancen, den Finaleinzug zu schaffen. Abgesehen von diesen verbesserungsfähigen Punkten darf jedoch mit Fug und Recht von einem gelungenen Anlass mit Vorbildcharakter gesprochen werden.


Resultatübersicht SGD Bericht

Ch. Risch

 

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