Im
Sektionswettkampf der 2. Kategorie wurden der Goldlorbeer sowie ein Rang in den besten
zwanzig Vereinen der Schweiz angestrebt. Mit 92.914 Punkten wurde das erste Ziel locker erreicht, mit
dem resultierenden 65. Platz (von total 430 Sektionen in dieser Kategorie) die Spitzeklassierung
jedoch ebenso deutlich verpasst. Für den 20. Rang wäre ein um knapp einen Punkt besserer
Durchschnitt nötig gewesen. Immerhin bedeuten diese knapp 93 Pte. das zweithöchste Ergebnis aller
Schaffhauser Vereine. Geschlagen wurden wir nur sehr knapp von den Standschützen Neuhausen,
welche allerdings in der 4. Kategorie teilnahmen und wesentlich weniger Pflichtresultate zu zählne
hatten. Deutlich unter den Erwartungen blieben im Sektionsstich dabei vor allem drei „Cracks“ aus der
ersten Gruppe. Godi Bossert, Peter Keller und Christian Risch sen. verpassten – trotz Kranzresultaten –
ihr Potential deutlich. Überragend dagegen die 100 Pte. (Maximum und 1. Rang von 43'224
Teilnehmern) durch Christian Risch jun. und die 99 Pte. von Franz Bärtsch (22. Rang).
Christian Risch jun. doppelte im Schnellstich mit dem Maximum von 60 Pte. (und Fr. 80.—fürs lädierte
Portemonnaie) gleich nach. Ein weiteres Maximumresultat gelang Peter Keller mit 80 Pte. im Stich
Thurgau.
Im
Gruppenwettkampf belegte die 1. Gruppe in der Kat. A den 154., die 2. Gruppe den 338. Rang
bei 609 Startern. In der Kat. D mit den Sturmgewehren belegte die Dörflinger Gruppe Rang 1058 von
1310 Teilnehmern.
Ganz beachtlich schlugen sich unsere vier
Senioren: Ernst Klarer schoss wie einst im Mai den
vierfachen Kranz. Erhard Stockmann verschenkte keinen Stich und erreichte die dreifache, Franz
Bärtsch (mit der Meisterschaft) die fünffache und Hans Sigg, der sich schon das ganze Jahr einer
blendenden Form erfreut, sogar die sechsfache Auszeichnung.
Etwas harziger kämpften die erfolgsverwöhnten
Jüngsten. Sie mussten erfahren, dass die Trauben
an einem Eidgenössischen wesentlich höher hängen als an einer Chlöpftete im eigenen Stand oder
dem kantonalen Jugendschiessen. Mit einer Ausnahme erreichten aber auch sie alle mindestens eine
Auszeichnung und damit den verdienten Lohn für den grossen Trainingsaufwand.
Die älteren
Junioren trumpften hingegen auch im Nachwuchswettkampf gross auf. Christian Risch
jun. belegte mit 99 Pte. – punktgleich mit dem Sieger und nur aufgrund dem schlechteren Schuss in
der Hunderterwertung (!) – den 4., Marco Marugg mit 97 Pte. den 12. Rang von 244 Teilnehmern mit
dem Standardgewehr. Bei den Sturmgewehren schoss Kurt Schlagenhauf mit 89 Pte. das
Höchstergebnis und belegte damit den 408. Platz von 4930 Startern.
Ausgeglichen und ohne Ausrutscher nach oben oder unten absolvierten die
Sturmgewehr
Routiniers ihre Programme. Dank intensivem Spezialtraining kämpfte sich Vigi Aeschlimann aus dem
Formtief vom Mai und Juni und schoss wie Peter Aeschlimann den Vierfachen. Übertrumpft wurden sie
noch von Kläus Schwizer, der den fünffachen Kranz erreichte.
Die
Wagenheberfraktion war vertreten durch Fähnrich Töm Fuchs, welcher nach
Anlaufschwierigkeiten und trotz minimalster Vorbereitung die dreifache Auszeichnung schoss und sich
ernsthaft den Erwerb eines Ringkorns für seine Museumswaffe überlegt. Marco Volpon gelang schon
im ersten Stich der angestrebte Kranz, die restlichen drei Stiche waren dann eine Angelegenheit von
fünf Minuten, bumm, bumm bumm und ab in die Beiz.
Fünf Dörflinger versuchten sich in der
Zweistellungsmeisterschaft, alle schossen locker und ohne
Zittern das Kranzresultat. Speziell zu erwähnen sind die 541 Pte. von Marco Marugg und dies in
seinem ersten richtigen Match. Christian Risch jun. erzielte 556 Pte., Christian Risch sen. 538 Pte.
(ohne jegliches Training), Rico Blanz 532 und Franz Bärtsch 530 Pte.
In seiner Spezialdisziplin, dem
Nachdoppel, wo es so richtig um die Kohle geht, schoss Christian
Risch 1482 Ringe oder 98.8 im Durchschnitt der 15 besten Schüsse, was zum 13. Rang bei 2737
TeilnehmerInnen reichte.
Auch am traditionellen Wettkampf der Kantone, dem
Ständematch zum Abschluss des
Eidgenössischen war die SG Dörflingen in der Schaffhauser Auswahl gleich doppelt vertreten. Rico
Blanz startete im Dreistellungsmatch und erreichte mit 522 Pte. ein ansprechendes Resultat, die SH
Gruppe erreichte den 18. Rang bei 22 teilnehmenden Kantonen. Christian Risch jun. qualifizierte sich
für den Zweistellungsmatch, wo er 560 Pte. schoss. Nach dem ausgezeichneten Liegendteil mit
lediglich 6 Verlustpunkten in 30 Schüssen eine zu geringe Ausbeute. Die Gruppe klassierte sich auf
dem 17. Rang von 25 Teilnehmern.
Die detaillierten Resultate aller Dörflinger sind einsehbar auf unserer Website
www.sgdoerflingen.ch,
diejenigen vom Eidgenössischen unter
www.shoot.ch.
Fazit: Auch wenn der angestrebte Sektionsrang nicht ganz erreicht wurde, kann die SG Dörflingen mit
ihrer Vorstellung zufrieden sein. Dank hervorragenden Einzelresultaten wurde der ausgezeichnete Ruf
unseres Vereins in der Schützenwelt weiter gefestigt. Schade, dass dies nicht überall anerkannt wird,
sind doch die Vereine die besten Botschafter für den Bekanntheitsgrad einer Gemeinde.
Die Organisation in Frauenfeld lief perfekt, die Wartezeiten waren minimal, die Funktionäre freundlich
und kompetent. Der 10 Minuten Rangeur entpuppte sich allerdings als Flop, er ist für die Standardgewehrschützen
schlicht und ergreifend zu kurz und hat mit der sportlichen Konzentration auf einen
Wettkampf wenig bis gar nichts zu tun, sondern besitzt grosse Ähnlichkeit mit dem ehemaligen
Schaffhauser Industrieschiessen. Schade ist sicher auch, dass für den Nachwuchs kein Ausstich
durchgeführt wird. Dies wäre mit wenig Zusatzaufwand möglich gewesen. Bei der 20 Punkte
Zuschlagsregel für die Dreistellungsschützen, also auch die Halbprofis der Nationalmannschaft, hat der
ambitionierte Breitensportler nur sehr limitierte Chancen, den Finaleinzug zu schaffen. Abgesehen von
diesen verbesserungsfähigen Punkten darf jedoch mit Fug und Recht von einem gelungenen Anlass
mit Vorbildcharakter gesprochen werden.
Resultatübersicht SGD
Bericht
Ch. Risch